Phu Quoc
Bevor es mit unserem Roadtrip losging, haben wir uns noch 2 schöne und relaxte Tage auf Vietnams schönster Insel gegönnt.
Waren hier recht faul, viel gelesen, gesonnt und schon mal das gute und sehr billige Vietnamesisches Essen genossen. Hatten hier ein kleines Bungalow direkt am Strand.
Saigon
Es war mit 35$ ein teurer Spass nach Saigon, aber dafür wirklich speziell. Zuerst mit einem Luxusboot übergesetzt und dann in ein Sleeperbus. War echt lustig liegend in einem Bus zu fahren.
In Saigon haben wir uns das eindrucksvolle Warmuseum angeschaut und viel über den Vietnamkrieg bzw. den Bürgerkrieg zwischen Nord- und Suedvietnam gelernt. Leider war auch dies wieviele andere Kriege ein dreckiger Krieg. Die Amerikaner haben ganze Landstriche mit Agent Orange (Giftgasbomben) versucht. Mehrere Millionen Vietnamesen leiden noch bis heute unter Auswirkungen (behinderte Kinder, entstellte Gesichter,...)
Zudem bietet Saigon bei Tag und Nacht eine wunderbare Ambiente mit eindrucksvollen Gebäuden und ziemlich vielen Rollerfahrern.
Am 2. Tag haben wir dann auch Paul und Jakob (ebenfalls aus Berlin) getroffen und zusammen das Nachtleben von Saigon erkundet. Unsere Mission Motorräder zu kaufen haben wir auch erfolgreich am dritten Tag abgeschlossen. Hatten 3 Dates mit Händlern. Mussten auch mit dem einen Händlern obwohl wir nicht gekauft haben in einem nicht touristischem Viertel Abendessen und ungelogen 20 Bier trinken und dabei jeder Bedienung auf den Arsch klopfen oder die Hand küssen - die Vietnamesen hatten einen Spass...wir auch bis wir die Rechnung bekommen haben. Deswegen haben wir auch bei den Anderen gekauft die etwas seriöser waren. Wobei die alle unter einer Decke stecken - der Kauf lief dann unter mysteriösen Umständen ab.
1. Tag: Saigon - Bien Hoa
Los ging es - das erste mal in meinem Leben auf einem echten Motorrad mit Schaltung und das in Saigon, der Stadt mit den meisten Motorradfahrern auf der Welt.
Habenuns mühselig durch den Verkehr und den Regen gekämpft und leider nur 40 km geschafft. Sind die erste Nacht dann in einem Stundenhotel mit lustigen Spiegeln an den Wänden für umgerechnet 2 Euro untergekommen.
2. Tag: Bien Hoa - Bao Loc
Mussten den Tag von gestern aufholen und haben deswegen uns für eine Abkürzung entschieden. Es war keine normale Strasse nicht einmal ein Weg, es war ein Trampelpfad durchs Niemandsland über Stock und Stein mit sehr viel Sand - haben also schon am Anfang unsere Bikes auf die Probe gestellt. Aber dadurch gut Meter gemacht. Als es dunkel wurde kamen wir dann auch noch an unseren ersten Pass und mussten im 2. Gang bei kalten Temperaturen uns durchkämpfen.
3. Tag: Bao Loc - Dalat
Um 7 Uhr aufgestanden und dann erstmal zu einem wunderschönen Wasserfall gefahren - da gab es auch noch eine Rodelbahn..war ein Riesenspass. Nach weiteren 100km gab es den ersten Zwischenfall. Ein Vietnamese ist Jakob reingefahren - Glück im Unglück....nichts passiert zumindest Jakob nicht, der Vietnamese musste ins Krankenhaus und wir leider, aber so ist das in Vietnam, zahlen. Dies war auch die Geburt der Namensgebung unserer Bikes. Jakob's Bike hieß fortan "Crash". Da Paul als einziger keine Honda Win hatte sondern eine Honda Bonus mit 125ccm - war dies "die alte Dame" Kenny und mein Bike waren eigentlich Zwillinge deswegen "das doppelte Lottchen - Lotti 1 und Lotti 2"
In Dalat angekommen haben wir schnell festgestellt hier geht nicht viel - am Nightmarket Essen und verzweifelt eine Bar suchen...ohne Erfolg.
4. Tag: Dalat - Nha Thrang
Die Fahrt nach Nha Trang war traumhaft. Sind Pässe hochgefahren die durch Wolken geführt haben, zwischendurch eine Aussicht wie am Grand Canyon, dann wieder Nebel, 180 Grad Kurven, 12% Gefälle hoch und wieder runter.
Nach 7 Stunden auf dem Bike wollten wir noch noch ins Hotel und sind dann etwas schnell nach Nha Thrang reingefahren - gut, dass es in Vietnam keine Blitzer gibt und nur eine Verkehrsregel: der Stärkere und Schnellere gewinnt.
Den Abend haben wir es dann wieder krachen lassen und einige Buckets getrunken und unserer Biker-Crew aller Ehre gemacht. Ich glaube so wie mit den Jungs habe ich noch nie gefeiert - immer bis zum Exodus und drüber hinaus.
5. Tag: Nha Trang
Am anderen Tag hieß es verkatert am Strand chillen und Lichtspektakel am Himmel bewundern. Abends noch lecker Streetfood - haben selten mehr als 2$ für Essen ausgegeben.
6. Tag: Nha Trang - Tan Loi
Endlich ging es richtig los auf den Ho Chi min Trail- Dieses legendäre Wegnetz diente während dem zweiten Indochinakrieg als u.a. Versorgungsader der nordvietnamesischen Truppen und führte durch Vietnam, Laos und Kambodscha. Einige wenige Streckenabschnitte sind heute asphaltierte Straßen, der Großteil wird jedoch allein von Bauern und Dorfbewohnern genutzt. Diese abgelegene Pfade führen durch spektakuläre Landschaften: Bergpässe, Canyons, Wasserfälle, in die Berge geschlagene Reisterrassen, durch abgelegene Dörfer. In ein Vietnam, dass man ansonsten kaum zu Gesicht bekommt.
Deswegen haben wir uns auch entschlossen im Freien wild zu campen, dafür haben wir uns alle Hängematten mit integrierten Moskitonetzen gekauft und unsere erste Nacht, aufgrund von Regen in einem Rohbau verbracht. Ein lustiger Vietnamese war da Hausmeister oder Aufpasser oder was auch immer - er hat uns jedenfalls erstmal zum Essen eingeladen dann abgefüllt und uns dann schlafen lassen.
7. Tag: Tan Loi - Irgendwo am See
Um unsere Abenteuerlust weiter zu befriedigen haben wir uns für eine weitere Nacht im Freien entschieden - diesmal aber mehr in der Wildniss. Jakob und ich haben Essen gekauft und Paul und Kenny McGyver haben unser Camp aufgebaut - wow geiler Scheiss. haben uns gefühlt wir Army Soldiers auf Mission. Waschen im See, Lagerfeuer, Schweinefleisch, Reis und zum Einschlafen die "Drei ?" und seltsame Tiergeräusche. War eine besondere Nacht.
8. Tag: See - Tan Mue
Um 6 Uhr von Vogelgezwitscher und Sonnenstrahlen geweckt, ging es um 7 Uhr los - weiter auf dem traumhaften Trail. Unterwegs haben wir dann noch 3 weitere Biker getroffen. Adam aus England, Veerle aus Holland und Olivera aus Schweden. Wollten gemeinsam nach Hoi An, aber unsere Bikes mussten mal wieder zur Werkstatt. Dies war jeder 2. Tag der Fall, aber nie was richtig Großes - immer zwischen 1-10$ und dann ging es auch schon wieder mit 70km/h weiter den Berg runter. Leider hat ein Unwetter uns getrennt. Der Regen war so intensiv - das ich schon nach 5 min komplettnass war und entschieden habe weiter zu fahren während die Jungs sich untergestellt haben. Da dachte ich die letzten 100km muss ich jetzt alleine im Regen, mit wenig Benzin und in der Stockfinsteren Nacht machen. Habe zum Glück eine Tankstelle gefunden und dann nochmals 1 Stunde gewartet - Jaaaa mit einem Hupkonzert kamen sie angeprescht. Waren aber alle fix und alle und entschlossen uns in Tan Mue zu Nächtigen.
9. Tag: Tan Mue - Hoi An
Sind dann frueh los und schon gegen Mittag in Hoi An eingetroffen. Der Ruf eilt der wunderbaren Stadt vorraus und es war wirklich einer der schönsten Spots. Die legendäre Altstadt hat einen bezaubernden Charme und Abends am Fluss zu sitzen und die bunten Lichter zu geniessen war was Besonderes.
Hier haben wir uns auch ein Hotel mit Swimmingpool gegönnt, welcher Tags wie Nachts, nüchtern oder betrunken, allein oder zu zweit genutzt wurde :-) Geschlafen haben wir aber trotzdem wie fast immer in einem Pumakaefig - 4 Biker in einem Zimmer mit großer Spielwiese.
Bevor wir Abends los sind haben Jacob und ich noch an einem Tempel ein legendäres Fußballspiel mit den Locals gespielt.
10. Tag: Hoi An
Natürlich haben wir auch mal wieder das Nachtleben mit unseren neuen Freunden gestürmt. Die "Why Not" Bar war eine sehr gute Adresse, da man hier von 21 - 3.00 Uhr free Flow hatte und zwar nicht Bier sondern Vodka-Bull. Unvergesslich bleiben auch die Trinkspiele mit Adam, der immer alles falsch gemacht hat. Ab 1 Uhr war die Bar immer in unserer Hand, haben auf dem Billardtisch getanzt und jeder Frau ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Auf dem Nachhauseweg, ist mir dann noch eine Fledermaus an den Kopf geflogen und hat am Helm geklebt - Unglaublich.
11. Tag: Hoi An
Diesmal musste ich finanziell bluten, da Lotti eine neue Batterie gebraucht hat und noch einige andere Reparaturen nötig waren. Der restliche Tag wurde am nahegelegenen Strand gechillt. Ein bisschen Fußball Action war auch dabei. Abends war dann aber Ruhe angesagt.
12. Tag: Hoi An - A Luoi
Nach einem lustigen Kampf um das Fruehstuecksbuffet ging es um 11 Uhr los. An der Küste entlang, an den auestersten Zipfel einer kleinen Halbinsel, hoch auf einen Berg. Eigentlich lag die Strecke gar nicht auf unserer Route - aber sie war traumhaft. Wir hatten den besten Ausblick auf das Meer und waren komplett alleine.
Leider gab es einen kleinen Zwischenfall als Kenny und ich falsch abgebogen sind und auf einmal auf Militaergelaende waren. Dann ist ein Kampfhund zähnefletschend auf mich zu gerannt. Versuchte wegzukommen aber vor lauter Panik hab ich die Kurve nicht gekriegt und mich mit Lotti hingelegt. Nichts weiter passiert. Ein paar Schrammen am Bein und kleine Reparaturen bei Lotti. Dadurch haben wir aber nicht die gewünschten 300km geschafft und sind dann in A Luoi untergekommen.
Zuvor sind wir aber noch durch eine unglaubliche Nachtbaustelle gefahren. Die haben da einfach die Strasse aufgerissen und die Hälfte vom Berg gesprengt. Mussten mit max. 10 km/h uns zwischen Arbeitern, Baggern, Löchern im Boden nicht vorhandenen Leitplanken durchquälen.
13. Tag: A Luoi - Dong Hoi
Dies war einer der schönsten Streckenabschnitte, die ich natürlich auch mit meiner Go Pro und einigen coole Actions festgehalten habe. Abends total kaputt in ein Hotel eingecheckt, welches mal wieder keine Fenster hatte und somit 40 Grad im Zimmer waren. Die Hauptbeschaeftigung der Nacht war die Operation meines etwas lädiertem tablets. Welches erfolgreich reanimiert wurde.
14. Tag: Dong Hoi - Tanh Hoa
Kenny' s Bike leckte Öl - also mussten wir früher als geplant in einem kleinen Kaff eine Pause einlegen. Vor Langeweile haben Jakob und ich die Gegend erkundet und haben uns prompt auf Mitten einer Hochzeit wieder gefunden. Uns wurde Bier eingeschenkt und alle wollten, dass wir bleiben. Dann kam das Hochzeitspaar und die restlichen Gäste sowie unsere zwei anderen Jungs. War das ein Spass, haben nichts verstanden, aber gegessen, getrunken und gelacht wie die Könige. Mussten dann auch auf die Bühne und Karaoke singen und haben somit die Hochzeit wort wörtlich gecrasht.
Allgemein ist es der Wahnsinn. Eine vietnamesische Hochzeit geht anscheinend nur 30 min. Das Dorf kommt an, alle Essen und betrinken sich. Nebenher singen Gäste auf der Bühne Karaoke und nach dem Essen gehen alle wieder Heim. Also sind wir auch weiter.
Leider war der Tag eher für das Trinken als für das Fahren angesehen, den bei unserem nächsten Stop sind wir wieder bei einer kleinen Party gelandet. Ein ungefähr 60-jähriger in Army-Kleidung und seine Freunde mit Family haben selbstgebrannten Schnaps getrunken und wir mussten mit trinken. Insgesamt waren es bestimmt 5 Kurze für jeden, inklusive der vietnamesischen Nationalhymne, die wir rauf und runter gesungen haben. Der Alte hat es auch geliebt uns zu begrabschen - aber so ist das in Vietnam, die lieben Körperkontakt.
Wollten noch einige km machen, aber waren etwas fahruntuechtig, deswegen war der naechste Stop eine Karaoke Bar. Hier haben wir es nochmal krachen lassen und in Mitten 20 Vietnamesen unsere Gesangskuenste präsentiert. Nach einer Stunde war aber Zeit fuer die Hotelsuche. Der Einfluss des Gerstensafts und einige Lichtausfälle haben uns jedoch ein wenig eingeschränkt, somit hat die Suche 2 Stunden gedauert.
14. Tag: Tanh Hoa - Hanoi
Der letzte Streckenabschnitt führte uns nochmals in eine wunderbare Landschaft, durch einen Nationalpark nach dem anderen, vorbei am Paradies Cave. Die Eroberung Hanoi's spielte sich ähnlich spektakulär wie in Nha Trang ab....der Stärkere gewinnt. Da haben uns auch einige Schutzengel begleitet - sind aber natürlich nach 2500km Fahrpraxis erprobt genug gewesen jegliche Gefahrensituationen zu meiden bzw. zu meistern.
Hanoi
in der schönen Altstadt in der Nähe der St. Josef Kathedrale haben wir uns für die nachesten 5 Tage einquartiert und eigentlich leider wenig von der Stadt gesehen. Denn der Verkauf unserer Bikes war Priorität. Leider war es etwas schwierig das gewünschte Geld zu bekommen, deswegen hatten wir hier einige Reiberein. Als wir dann alles Bikes verkauft hatten, mussten wir erstmal wieder feiern und Hanoi hat einen schönen "abgefuckten" Club namens Lighthouse den wir wieder in unsere Hand nahmen. Alkoholabstürze, Frauenbekanschaften, Breakdanceeinlagen, Zerlegung eines Taxis, Raub durch Nutten, Stundenlage Suche des Hotels, war alles dabei.
Ha Long Bay
Natürlich haben wir auch dem Weltkulturerbe, welches eines der neuen 7 Weltwunder ist, einen Besuch abgestattet. Die Halong Bay Bucht ist wirklich atemberaubend und der Ausflug mit einem Boot inklusive Übernachtung auf dem Boot haben sich gelohnt.
Bevor es mit unserem Roadtrip losging, haben wir uns noch 2 schöne und relaxte Tage auf Vietnams schönster Insel gegönnt.
Waren hier recht faul, viel gelesen, gesonnt und schon mal das gute und sehr billige Vietnamesisches Essen genossen. Hatten hier ein kleines Bungalow direkt am Strand.
Saigon
Es war mit 35$ ein teurer Spass nach Saigon, aber dafür wirklich speziell. Zuerst mit einem Luxusboot übergesetzt und dann in ein Sleeperbus. War echt lustig liegend in einem Bus zu fahren.
In Saigon haben wir uns das eindrucksvolle Warmuseum angeschaut und viel über den Vietnamkrieg bzw. den Bürgerkrieg zwischen Nord- und Suedvietnam gelernt. Leider war auch dies wieviele andere Kriege ein dreckiger Krieg. Die Amerikaner haben ganze Landstriche mit Agent Orange (Giftgasbomben) versucht. Mehrere Millionen Vietnamesen leiden noch bis heute unter Auswirkungen (behinderte Kinder, entstellte Gesichter,...)
Zudem bietet Saigon bei Tag und Nacht eine wunderbare Ambiente mit eindrucksvollen Gebäuden und ziemlich vielen Rollerfahrern.
Am 2. Tag haben wir dann auch Paul und Jakob (ebenfalls aus Berlin) getroffen und zusammen das Nachtleben von Saigon erkundet. Unsere Mission Motorräder zu kaufen haben wir auch erfolgreich am dritten Tag abgeschlossen. Hatten 3 Dates mit Händlern. Mussten auch mit dem einen Händlern obwohl wir nicht gekauft haben in einem nicht touristischem Viertel Abendessen und ungelogen 20 Bier trinken und dabei jeder Bedienung auf den Arsch klopfen oder die Hand küssen - die Vietnamesen hatten einen Spass...wir auch bis wir die Rechnung bekommen haben. Deswegen haben wir auch bei den Anderen gekauft die etwas seriöser waren. Wobei die alle unter einer Decke stecken - der Kauf lief dann unter mysteriösen Umständen ab.
1. Tag: Saigon - Bien Hoa
Los ging es - das erste mal in meinem Leben auf einem echten Motorrad mit Schaltung und das in Saigon, der Stadt mit den meisten Motorradfahrern auf der Welt.
Habenuns mühselig durch den Verkehr und den Regen gekämpft und leider nur 40 km geschafft. Sind die erste Nacht dann in einem Stundenhotel mit lustigen Spiegeln an den Wänden für umgerechnet 2 Euro untergekommen.
2. Tag: Bien Hoa - Bao Loc
Mussten den Tag von gestern aufholen und haben deswegen uns für eine Abkürzung entschieden. Es war keine normale Strasse nicht einmal ein Weg, es war ein Trampelpfad durchs Niemandsland über Stock und Stein mit sehr viel Sand - haben also schon am Anfang unsere Bikes auf die Probe gestellt. Aber dadurch gut Meter gemacht. Als es dunkel wurde kamen wir dann auch noch an unseren ersten Pass und mussten im 2. Gang bei kalten Temperaturen uns durchkämpfen.
3. Tag: Bao Loc - Dalat
Um 7 Uhr aufgestanden und dann erstmal zu einem wunderschönen Wasserfall gefahren - da gab es auch noch eine Rodelbahn..war ein Riesenspass. Nach weiteren 100km gab es den ersten Zwischenfall. Ein Vietnamese ist Jakob reingefahren - Glück im Unglück....nichts passiert zumindest Jakob nicht, der Vietnamese musste ins Krankenhaus und wir leider, aber so ist das in Vietnam, zahlen. Dies war auch die Geburt der Namensgebung unserer Bikes. Jakob's Bike hieß fortan "Crash". Da Paul als einziger keine Honda Win hatte sondern eine Honda Bonus mit 125ccm - war dies "die alte Dame" Kenny und mein Bike waren eigentlich Zwillinge deswegen "das doppelte Lottchen - Lotti 1 und Lotti 2"
In Dalat angekommen haben wir schnell festgestellt hier geht nicht viel - am Nightmarket Essen und verzweifelt eine Bar suchen...ohne Erfolg.
4. Tag: Dalat - Nha Thrang
Die Fahrt nach Nha Trang war traumhaft. Sind Pässe hochgefahren die durch Wolken geführt haben, zwischendurch eine Aussicht wie am Grand Canyon, dann wieder Nebel, 180 Grad Kurven, 12% Gefälle hoch und wieder runter.
Nach 7 Stunden auf dem Bike wollten wir noch noch ins Hotel und sind dann etwas schnell nach Nha Thrang reingefahren - gut, dass es in Vietnam keine Blitzer gibt und nur eine Verkehrsregel: der Stärkere und Schnellere gewinnt.
Den Abend haben wir es dann wieder krachen lassen und einige Buckets getrunken und unserer Biker-Crew aller Ehre gemacht. Ich glaube so wie mit den Jungs habe ich noch nie gefeiert - immer bis zum Exodus und drüber hinaus.
5. Tag: Nha Trang
Am anderen Tag hieß es verkatert am Strand chillen und Lichtspektakel am Himmel bewundern. Abends noch lecker Streetfood - haben selten mehr als 2$ für Essen ausgegeben.
6. Tag: Nha Trang - Tan Loi
Endlich ging es richtig los auf den Ho Chi min Trail- Dieses legendäre Wegnetz diente während dem zweiten Indochinakrieg als u.a. Versorgungsader der nordvietnamesischen Truppen und führte durch Vietnam, Laos und Kambodscha. Einige wenige Streckenabschnitte sind heute asphaltierte Straßen, der Großteil wird jedoch allein von Bauern und Dorfbewohnern genutzt. Diese abgelegene Pfade führen durch spektakuläre Landschaften: Bergpässe, Canyons, Wasserfälle, in die Berge geschlagene Reisterrassen, durch abgelegene Dörfer. In ein Vietnam, dass man ansonsten kaum zu Gesicht bekommt.
Deswegen haben wir uns auch entschlossen im Freien wild zu campen, dafür haben wir uns alle Hängematten mit integrierten Moskitonetzen gekauft und unsere erste Nacht, aufgrund von Regen in einem Rohbau verbracht. Ein lustiger Vietnamese war da Hausmeister oder Aufpasser oder was auch immer - er hat uns jedenfalls erstmal zum Essen eingeladen dann abgefüllt und uns dann schlafen lassen.
7. Tag: Tan Loi - Irgendwo am See
Um unsere Abenteuerlust weiter zu befriedigen haben wir uns für eine weitere Nacht im Freien entschieden - diesmal aber mehr in der Wildniss. Jakob und ich haben Essen gekauft und Paul und Kenny McGyver haben unser Camp aufgebaut - wow geiler Scheiss. haben uns gefühlt wir Army Soldiers auf Mission. Waschen im See, Lagerfeuer, Schweinefleisch, Reis und zum Einschlafen die "Drei ?" und seltsame Tiergeräusche. War eine besondere Nacht.
8. Tag: See - Tan Mue
Um 6 Uhr von Vogelgezwitscher und Sonnenstrahlen geweckt, ging es um 7 Uhr los - weiter auf dem traumhaften Trail. Unterwegs haben wir dann noch 3 weitere Biker getroffen. Adam aus England, Veerle aus Holland und Olivera aus Schweden. Wollten gemeinsam nach Hoi An, aber unsere Bikes mussten mal wieder zur Werkstatt. Dies war jeder 2. Tag der Fall, aber nie was richtig Großes - immer zwischen 1-10$ und dann ging es auch schon wieder mit 70km/h weiter den Berg runter. Leider hat ein Unwetter uns getrennt. Der Regen war so intensiv - das ich schon nach 5 min komplettnass war und entschieden habe weiter zu fahren während die Jungs sich untergestellt haben. Da dachte ich die letzten 100km muss ich jetzt alleine im Regen, mit wenig Benzin und in der Stockfinsteren Nacht machen. Habe zum Glück eine Tankstelle gefunden und dann nochmals 1 Stunde gewartet - Jaaaa mit einem Hupkonzert kamen sie angeprescht. Waren aber alle fix und alle und entschlossen uns in Tan Mue zu Nächtigen.
9. Tag: Tan Mue - Hoi An
Sind dann frueh los und schon gegen Mittag in Hoi An eingetroffen. Der Ruf eilt der wunderbaren Stadt vorraus und es war wirklich einer der schönsten Spots. Die legendäre Altstadt hat einen bezaubernden Charme und Abends am Fluss zu sitzen und die bunten Lichter zu geniessen war was Besonderes.
Hier haben wir uns auch ein Hotel mit Swimmingpool gegönnt, welcher Tags wie Nachts, nüchtern oder betrunken, allein oder zu zweit genutzt wurde :-) Geschlafen haben wir aber trotzdem wie fast immer in einem Pumakaefig - 4 Biker in einem Zimmer mit großer Spielwiese.
Bevor wir Abends los sind haben Jacob und ich noch an einem Tempel ein legendäres Fußballspiel mit den Locals gespielt.
10. Tag: Hoi An
Natürlich haben wir auch mal wieder das Nachtleben mit unseren neuen Freunden gestürmt. Die "Why Not" Bar war eine sehr gute Adresse, da man hier von 21 - 3.00 Uhr free Flow hatte und zwar nicht Bier sondern Vodka-Bull. Unvergesslich bleiben auch die Trinkspiele mit Adam, der immer alles falsch gemacht hat. Ab 1 Uhr war die Bar immer in unserer Hand, haben auf dem Billardtisch getanzt und jeder Frau ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Auf dem Nachhauseweg, ist mir dann noch eine Fledermaus an den Kopf geflogen und hat am Helm geklebt - Unglaublich.
11. Tag: Hoi An
Diesmal musste ich finanziell bluten, da Lotti eine neue Batterie gebraucht hat und noch einige andere Reparaturen nötig waren. Der restliche Tag wurde am nahegelegenen Strand gechillt. Ein bisschen Fußball Action war auch dabei. Abends war dann aber Ruhe angesagt.
12. Tag: Hoi An - A Luoi
Nach einem lustigen Kampf um das Fruehstuecksbuffet ging es um 11 Uhr los. An der Küste entlang, an den auestersten Zipfel einer kleinen Halbinsel, hoch auf einen Berg. Eigentlich lag die Strecke gar nicht auf unserer Route - aber sie war traumhaft. Wir hatten den besten Ausblick auf das Meer und waren komplett alleine.
Leider gab es einen kleinen Zwischenfall als Kenny und ich falsch abgebogen sind und auf einmal auf Militaergelaende waren. Dann ist ein Kampfhund zähnefletschend auf mich zu gerannt. Versuchte wegzukommen aber vor lauter Panik hab ich die Kurve nicht gekriegt und mich mit Lotti hingelegt. Nichts weiter passiert. Ein paar Schrammen am Bein und kleine Reparaturen bei Lotti. Dadurch haben wir aber nicht die gewünschten 300km geschafft und sind dann in A Luoi untergekommen.
Zuvor sind wir aber noch durch eine unglaubliche Nachtbaustelle gefahren. Die haben da einfach die Strasse aufgerissen und die Hälfte vom Berg gesprengt. Mussten mit max. 10 km/h uns zwischen Arbeitern, Baggern, Löchern im Boden nicht vorhandenen Leitplanken durchquälen.
13. Tag: A Luoi - Dong Hoi
Dies war einer der schönsten Streckenabschnitte, die ich natürlich auch mit meiner Go Pro und einigen coole Actions festgehalten habe. Abends total kaputt in ein Hotel eingecheckt, welches mal wieder keine Fenster hatte und somit 40 Grad im Zimmer waren. Die Hauptbeschaeftigung der Nacht war die Operation meines etwas lädiertem tablets. Welches erfolgreich reanimiert wurde.
14. Tag: Dong Hoi - Tanh Hoa
Kenny' s Bike leckte Öl - also mussten wir früher als geplant in einem kleinen Kaff eine Pause einlegen. Vor Langeweile haben Jakob und ich die Gegend erkundet und haben uns prompt auf Mitten einer Hochzeit wieder gefunden. Uns wurde Bier eingeschenkt und alle wollten, dass wir bleiben. Dann kam das Hochzeitspaar und die restlichen Gäste sowie unsere zwei anderen Jungs. War das ein Spass, haben nichts verstanden, aber gegessen, getrunken und gelacht wie die Könige. Mussten dann auch auf die Bühne und Karaoke singen und haben somit die Hochzeit wort wörtlich gecrasht.
Allgemein ist es der Wahnsinn. Eine vietnamesische Hochzeit geht anscheinend nur 30 min. Das Dorf kommt an, alle Essen und betrinken sich. Nebenher singen Gäste auf der Bühne Karaoke und nach dem Essen gehen alle wieder Heim. Also sind wir auch weiter.
Leider war der Tag eher für das Trinken als für das Fahren angesehen, den bei unserem nächsten Stop sind wir wieder bei einer kleinen Party gelandet. Ein ungefähr 60-jähriger in Army-Kleidung und seine Freunde mit Family haben selbstgebrannten Schnaps getrunken und wir mussten mit trinken. Insgesamt waren es bestimmt 5 Kurze für jeden, inklusive der vietnamesischen Nationalhymne, die wir rauf und runter gesungen haben. Der Alte hat es auch geliebt uns zu begrabschen - aber so ist das in Vietnam, die lieben Körperkontakt.
Wollten noch einige km machen, aber waren etwas fahruntuechtig, deswegen war der naechste Stop eine Karaoke Bar. Hier haben wir es nochmal krachen lassen und in Mitten 20 Vietnamesen unsere Gesangskuenste präsentiert. Nach einer Stunde war aber Zeit fuer die Hotelsuche. Der Einfluss des Gerstensafts und einige Lichtausfälle haben uns jedoch ein wenig eingeschränkt, somit hat die Suche 2 Stunden gedauert.
14. Tag: Tanh Hoa - Hanoi
Der letzte Streckenabschnitt führte uns nochmals in eine wunderbare Landschaft, durch einen Nationalpark nach dem anderen, vorbei am Paradies Cave. Die Eroberung Hanoi's spielte sich ähnlich spektakulär wie in Nha Trang ab....der Stärkere gewinnt. Da haben uns auch einige Schutzengel begleitet - sind aber natürlich nach 2500km Fahrpraxis erprobt genug gewesen jegliche Gefahrensituationen zu meiden bzw. zu meistern.
Hanoi
in der schönen Altstadt in der Nähe der St. Josef Kathedrale haben wir uns für die nachesten 5 Tage einquartiert und eigentlich leider wenig von der Stadt gesehen. Denn der Verkauf unserer Bikes war Priorität. Leider war es etwas schwierig das gewünschte Geld zu bekommen, deswegen hatten wir hier einige Reiberein. Als wir dann alles Bikes verkauft hatten, mussten wir erstmal wieder feiern und Hanoi hat einen schönen "abgefuckten" Club namens Lighthouse den wir wieder in unsere Hand nahmen. Alkoholabstürze, Frauenbekanschaften, Breakdanceeinlagen, Zerlegung eines Taxis, Raub durch Nutten, Stundenlage Suche des Hotels, war alles dabei.
Ha Long Bay
Natürlich haben wir auch dem Weltkulturerbe, welches eines der neuen 7 Weltwunder ist, einen Besuch abgestattet. Die Halong Bay Bucht ist wirklich atemberaubend und der Ausflug mit einem Boot inklusive Übernachtung auf dem Boot haben sich gelohnt.
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