Samstag, 9. November 2013

Peru - Cusco / Machu Picchu

Cusco
Ueber Nacht sind wir dann am Freitag weiter nach Cusco - der ehemaligen Hauptstadt der Inkas, sprich das Alexandria des Aegyptischen Reiches, das Rom der Roemer.
Vom alten Inkareich ist leider nicht mehr viel zu sehen. Die Stadt ist aber durch die Verschmelzung der Inkabauten und der Kolonialbauten der Spanier wirklich beeindruckend. Es gibt in der Stadt noch einige Passagen von frueher. Z. B. gibt es eine Mauer, diese zeigt was fuer perfekte Baumeister die Inkas waren und dies ohne Moertel. Auf einem Bild sieht man auch den beruehmten 12-Kantigen Stein.
Zum anderen ist der Main Plaza mit dem Park und den zwei Kathedralen wunderschoen.
Am Sonntag haben wir dann uns die gesamte Stadt angeschaut und sind sogar auf den Huegel mit der beruemhten weisen Jesus Staute - die aber wahrscheinlich zu der in Rio ein Witz ist. Mich hat sie trotzdem fasziniert, zudem hat man einen super Ausblick auf die Stadt Cusco sowie auf die Ruinen der Inkafestung Sacsayhuaman.












Am Montag sind wir dann in das kleine aber feine Chocomuseum. Der Eintritt ist frei und man erfaehrt sehr viel ueber die Chocofrucht und kann auch leckere Sachen probieren. Desweiteren haben wir lecker auf dem San Pedro Market gegessen und den Sonnentemple besucht. Dies war der heiligste Ort, an dem die Inka Hochzeiten, Kroenungen, Bestattungen und Riten von nationaler Bedeutung feierten. Obwohl er nicht auf der Liste der Heiligtuemer zu finden war, vermuteten die Spanier wegen der reichen Opfergaben, dass er den Inka als der allerheiligste Ort galt, weshalb sie hier eine Kirche mit Konvent errichteten.








Am Samstag nach unserem Trek haben wir uns dann noch das Pflanzenmuseum angeschaut. Hier gibt es super interessante Informationen ueber die Coca Pflanze ihre Geschichte der Inkas, wie Coca Cola anfang des 19 Jahrhunderts die Wirkstoffe in Coke mischte, wie Sigmund Freud sein Gefallan an der Droge hatte und wie Merk, das deutsche Pharmaunternehmen Kokain industriell nutzte. Zudem gibt es Infos ueber die halluzinogenen und heiligen Pfanzen San Pedro (Kaktuss) und Ayahuasca (Liane). Noch heute gibt es Schamanen die einen mit diesen Pfanzen auf einen bewusstseinserweiterten Trip leiten. Man sagt bei diesem Trip macht man eine Reise in die Vergangenheit und die Zukunft - man bekommt Antworten auf all seine Fragen und welche Rolle man in dem Universum hat.
Am Abend habe wir uns dann mit den anderen vom Trek getroffen und haben bis morgens im Temple gefeiert.








Machu Picchu
Um zum Machu Picchu zu kommen gibt es mehre Möglichkeiten - ein langweiliger Tagesausflug mit Bus und Bahn oder mehrtägigen Treks. Den berühmten Inkatrail konnten wir nicht machen, da man dafür sich bis zu 6 Monate vorher anmelden muss. Haben aber eine super alternative gefunden - den Jungle Trek. Insgesamt auch 4 Tage mit einer Mischung aus Trekken, Action, Sightseeing,...
Am ersten Tag ging es um 7 Uhr los. Sind dann erstmal 3 Stunden mit einem kleinen Van und einer Truppe von 12 Leuten in Richtung Berge gefahren. Dann ging es 80km, insgesamt über 3 Stunden mit dem Mountainbike downhill. Vom Habra Malaga welcher auf 4316m liegt ging es runter zum Camp nach Santa Maria.Haben zwischendurch angehalten und die Hammer Aussich genossen und dann ging es weiter die Strasse runter an kleinen Dörfern vorbei und durch kleine Flüsse durch.
Am Nachmittag war dann optional Rafting angesagt - ich habe aber bevorzugt mit den Locals im Dorf Fußball zu spielen. Abends gab es lecker Essen und dann früh ins Bett.
Am zweiten Tag haben wir uns um 6.30 zum Fruehstueck getroffen und dann ging es um 7 Uhr schon los. 20 km - Großteils bergauf in den Jungle. Auf dem Weg haben wir in kleine Plantagen Stopp gemacht und unser Guide hat uns allesmögliche über Coca, Kaffee, dem Peruanischen Snickers und vielen anderen Früchten erklärt.Es ging dann auf und ab  mit wechselnder Flora und Fauna - ein Teil davon war auch auf dem originalen Inka Trail. Nach 10 Stunden haben wir dann die Heißen Quellen von Cocalmayo erreicht. Hier haben wir dann 2 Stunden relaxt bevor es zum Diner ging und danach wieder früh ins Bett.


















Am dritten Tag hatten wir ein wenig Pech - es regnete. Trotz Regen haben wir uns den Spass des Ziplinings nicht nehmen lassen. Insgesamt waren es zwar nur 4 Fahrten jedoch wegen des Regens war man richtig schnell - über 100kmh. Die längste Fahrt war 1,8km - einfach nur Wahnsinn. Ich habe auch eine Fahrt den Spiderman gemacht, sprich kopfüber...unglaubliches Gefühl. Danach sind wir nochmals 3 Stunden an den Schienen entlang Richtung Aguas Caliente marschiert. Abends gab es dann richtig leckeres Essen.





Am vierten Tag hieß es 4.15 Uhr Abmarsch. Wir gehörten mit zu den ersten die am ersten Checkpoint waren und warteten sehnlichst dass wir passieren dürfen. Um 4.45 Uhr haben sich die Tore geöffnet. 2000 Stufen waren zwischen uns und dem Machu Picchu. Das war hart aber man war motiviert. In einer Stunde waren wir oben am zweiten Checkpoint und um 6 Uhr war es dann soweit. Wow Wow Wow - der Anblick dieser alten Inkastadt inmitten der Natur umgeben von Bergen, grünen Hügeln war definitiv eines meiner Highlights meiner ganzen Reise.












Wir haben dann eine 2 Stuendige Tour gehabt und einiges über die Inkas erfahren. Zum einen erstreckte sich das Inkareich von Ecuador über Peru nach Bolivien bis hin in den Norden von Chile und Argentinien. Die Spanier (Pizzaro) haben damals im April 1532 so gut wie alles zerstoert. Jedoch haben sie nie Machu Picchu gefunden. Diese Stadt wurde erst 1911 von dem Amerikaner Hiram Binghams im Rahmen einer Expedition durch Zufall wiederentdeckt.
Zudem trifft man immer auf die drei animalischen Symbole Kondor (himmlische Oberwelt), Puma (irdische Welt), Schlange (Unterwelt) die zeigen wie ähnlich die Religion zum Christentum war. Jedoch gab es keine himmlischen Götter bei den Inkas. Paschama stand für Mutter Erde, und für die Inkas war die Natur mit all ihren Schätzen (Tiere, Berge, Früchte, Vulkane,..) das wichtigste. Deswegen gibt es auch immer wieder Links zur Sonne und zum Mond. Zudem haben die Inkas auch eine interessante Fahne - die Regenbogenfahne, die genau der der Schwulen entspricht.
Haben dann den ganzen Tag noch genutzt um diese wunderbare Stadt mit all ihren Tempeln, Haeusern zu betrachten.








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